Es ist schon eine Weile her, das ich mein erstes Formel 1-Rennen geschaut habe. Es war 1993. Und welches Rennen es war, blieb mir nicht im Gedächtnis. Was mir im Gedächtnis blieb, sind viele Rennen und Momente in den 16 Jahren danach. In der Reihe dieser Rennen und Momente wird auch dieser Samstag bleiben.
Nicht, weil es an diesem Samstag etwas Spektakuläres auf der Strecke gab. Sondern, weil ich am 11. Juni 2009 zum ersten Mal live auf einer Tribune saß, während auf der Strecke unter mir 20 Formel 1-Autos vorbei-dröhnten.
Es ist ein unglaubliches Gefühl. Man sitzt mit tausenden anderen Bekloppten auf harten Plastikstühlen und guckt 20 Autos dabei zu, wie sie im Kreis fahren. Daheim vor dem Fernseher geht das bequemer, übersichtlicher und - vor allem leiser.
Die Lautstärke ist der Punkt, der mich weggepustet hat am Samstag. Nach 16 Jahren Formel 1 am Fernseher hätte ich nie gedacht, dass diese Autos einen derart riesigen Lärm machen.
Man hört die Motoren schon Kilometer entfernt dröhnen, und sitzt man erstmal auf der Tribüne bläst es einem schier die Gehirnmasse aus den Ohren. Es ist unbeschreiblich.
Und genau das wird mir in Erinnerung bleiben. Nicht die paar Kilometer Stau vor dem Nürburgring, nicht das Essen in der Vodafone-Lounge (auf deren Einladung hin ich am Nürburgring bin) und nicht die tausenden Fans. Nein, es ist der unbeschreibliche, geniale, verzückende Lärm.
Eintrag vom 12.07.2009
Kategorie: Alltag
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