Das Konzept Coworking hat mich bereits überzeugt, als ich das erste mal von ihm gehört habe. Eine Art “offene Bürogemeinschaft”, auch wenn wahrscheinlich niemand, der Coworking lebt, diesen Vergleich hören will. Anders, und etwas böser ausgedrückt, ist Coworking die Rückkehr der Digitale Bohème ins Büro. Wobei Coworking-Spaces natürlich nur bedingt etwas mit Büro zu tun haben. Es ist eher der Arbeitsplatz, den man sich frei und ohne Zwang in einem Umfeld wählt, in dem man mit anderen Kreativen zusammen sitz, arbeitet und redet. Die Vereinsamung, die Freelancer öfters durch das Heimbüro oder den hinter dem Laptop im Café verschanzten Arbeitstag haben, wird aufgehoben. Im Space treffen sich Menschen die arbeiten - aber darüber hinaus auch miteinander reden, sich von Fall zu Fall ergänzen und helfen. Coworking ist, um es final zu definieren, die Symbiose aus der Welt der Digitale Bohème und des Sozialisungsvorgangs der normalen Arbeitswelt mit all den Vorzügen beider Welten.
Nun ist Coworking nicht nur ein Konzept, sondern ein lebendiger, atmender Trend - in New York, San Francisco, Los Angeles ebenso wie in London, Amsterdam und Stockholm. Und in Berlin. Und nun, nach einigen Monaten redens, planens und ruderns auch bald in Leipzig.
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